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Deutsch-Griechischen Gesellschaft Weimar e.V.

 

NÄCHSTE VERANSTALTUNG :

Griechische Mythen im Klang der Musik – Literarisch-Musikalisches Duett mit Schriftsteller Steffen Marciniak (Berlin) & Professor für Violine David Yonan (Chicago). Moderation: Edit Engelmann.

Samstag, 23. Juni 2018, 19.30 Uhr, „Die Welt in Ulla“, Alter Dorfsaal, OT Ulla, Nohra bei Weimar - Eintritt frei, Spende erwünscht

Die Deutsch-Griechische Gesellschaft Weimar hat mit dem Griechisch-Deutschen Lesefestival für 2018 eine Reihe von Veranstaltungen zum Thema „Griechische Mythen“ geplant. Den Auftakt gibt die Veranstaltung in „Die Welt in Ulla“ am Samstag, 23. Juni 2018. Um 19.30 Uhr erwarten der Schriftsteller Steffen Marciniak und der Violinist David Yonan die Gäste mit einem literarisch-musikalischen Potpourri. Gelesen werden Passagen aus den Büchern „Die Ephebischen Novellen“ von Steffen Marciniak, die sich mit den vergessenen und weniger bekannten jugendlichen Helden der griechischen Antike beschäftigen. Hierbei kommen einige musikbezogene Elemente vor, wie etwa die künstlerischen Wettbewerbe bei den Pythischen Spielen in Delphi oder die Erbauung der Stadt Theben mittels der Musik. Der Geiger David Yonan antwortet auf die Texte mit Sätzen aus Violinsonaten u.a. von Bach, Chandoschkin, Paganini, Ysaye, Prokofjew und Münzer. Der Eintritt ist kostenfrei.

 

                                                                 PROGRAMM

 

Steffen Marciniak (Texte) & David Yonan (Violine)

Äolsharfenklänge

Griechische Mythen im Klang der Musik

 

1. Iwan J. Chandoschkin: Violin Sonate Nr. 1 in G-Moll,

Op. 3: Marcia: I. Maestoso

Iwan J. Chandoschkin (1747-1804 in St. Petersburg)

war ein russischer Komponist, vermutlich in St. Petersburg

als Leibeigener geboren, ab 1765 Mitglied des Hoforchesters,

dort bald Konzertmeister. 1785 aus der Leibeigenschaft entlassen.

 

2. Kyparissos oder Die Gabe des Orakels:

Buchlesung Novellenauszug aus Kapitel 1: Hymnus an Apollon

Kyparissos stammt aus Keos, Sohn des Königs von Mysien,

Telephos, und Geliebter des Apollon, Gott (u.a.) der Künste,

insbesondere der Musik, der Dichtkunst und des Gesangs.

Apollon schenkt Kyparissos einen wundersamen Hirsch, mit dem er

Freundschaft schließt. Nach ihm bekam die Zypresse ihren Namen.

 

3. Erwin Schulhoff: Violin Sonate

(II: Andante cantabile)

Erwin Schulhoff (1894 in Prag -1942 in Wülzburg)

war ein deutschböhmischer Komponist und Pianist.

Schulhoff gehörte zu den ersten europäischen Komponisten,

die den Jazz in ihre Kompositionen integrierten.

 

4. Kyparissos oder Die Gabe des Orakels:

Buchlesung: Novellenauszug aus Kapitel 2: Im Tempel von Delphi

Apollon schenkt Kyparissos bei ihrer ersten Begegnung

im Tempel, aus der Schar seiner heiligen Tiere, einen

wundersamen Hirsch, mit dem der Jüngling Freundschaft

schließt. Nach Kyparissos bekam der Trauerbaum

der Mittelmeerländer, die Zypresse ihren Namen.

 

5. Niccolò Paganini: Caprice Nr. 6

Niccolò Paganini (1894 in Genua -1942 in Nizza)

war ein italienischer Geiger, Gitarrist und Komponist.

Zu seiner Zeit war er der berühmteste Geigenvirtuose.

Seine brillante Spieltechnik machte ihn bereits zu Lebzeiten zu einer Legende.

24 Capricci op. 1 für Violine solo von Paganini wurden zu Lebzeiten

veröffentlicht. Sie sollten den „Artisti“ zu Studienzwecken dienen

und sind von Locatellis 1733 veröffentlichter

Violin-Schule L`Arte del violini inspiriert.

 

6. Aufstieg des Phönix. Ein Gedicht.

Buchlesung:

Im antiken Griechenland war Phönix ein mythischer Vogel,

der bereits aus dem ägyptischen Mythos als Benu

(„Der Wiedergeborene/Der neugeborene Sohn“) bekannt war,

der am Ende seines Lebenszyklus verbrennt oder stirbt, um

aus dem verwesenden Leib oder seiner Asche wieder neu zu erstehen.

 

7. Eugène Ysaÿe: Sonate op. 27 Nr. 5 für Solo Violine (I: Aurora)

(1858 in Lüttich - 1931 in Brüssel)

war ein belgischer Komponist und Violinist.

Seine sechs Sonaten für Solo Violine widmete er berühmten Geigern

und komponierte sie in deren Stil. Die fünfte galt Mathieu Crickboom.

 

8. Abschied des Ikaros. Ein Gedicht.

Buchlesung:

Ikaros ist der Sohn des Daidalos, stammt aus Athen, musste seinen

verbannten Vater nach Kreta begleiten, wo dieser gleichfalls in

Ungnade fiel. Daidalos erfand die Flügel, mit denen Vater und

Sohn aus dem Labyrinth des Minos flohen.

 

9. Holger Münzer: Fraktale Sonate

(IV: Bisoziationen)

(1880 in Genf - 1959 in Portland, Oregon)

war ein schweizerisch-amerikanischer Komponist.

Die Suite Nr. 1 stammt aus dem Jahre 1958.

 

10. Der Fall des Perdix. Ein Gedicht.

Buchlesung:

Perdix ist der Vetter des Ikaros und Neffe des Daidalos. Mit unglaublicher

Intelligenz ausgestattet übertraf er in jungen Jahren den berühmten Onkel,

der den Jüngling aus Neid von der Akropolis stieß, daraufhin aus Athen

verbannt wurde. Die Göttin Athena bedauerte den Fall des klugen Jünglings

und verwandelte ihn kurz vor dem Aufprall in ein Rebhuhn.

 

11. Eugène Ysaÿe: Sonate op. 27 Nr. 2 für Solo Violine (II: Melancholie)

Die 2. Sonate von Eugène Ysaÿe ist Jacques Thibaud gewidmet.

 

12. Hylas der Seerosenprinz. Ein Gedicht.

Buchlesung:

Hylas ist der schöne Eromenos des Herakles. Gemeinsam schlossen

sie sich den Argonauten an suchten sie nach dem Goldenen Vlies. Bei

einer Flaute an der Küste Mysiens ging Hylas Wasserholen, wobei die

Nymphe Dryope ihn in den Quellteich zog. Herakles suchte lange und

erfolglos, gab die Argonautenfahrt auf. Die Götter verwandelten Hylas in einen Quellgott.

 

13. Eugène Ysaÿe: Sonate op. 27 Nr. 2 für Solo Violine (III: Schattentanz)

 

14. Aiolos und die Anemoi. Epigramme zu den Windgöttern.

Buchlesung:

Aiolos ist der Gott der Winde. Die Anemoi sind die Personifikationen

der Winde aus acht Himmelsrichtungen. Sie gelten als Kinder des Titanen Astraios,

des Gottes der Abenddämmerung, und der Eos, der Göttin der

Morgenröte. Im Uhrzeigersinn sind da Kaikias (Nordosten),

Apheliotes (Osten), Euros (Südosten), Notos (Süden), Lips (Südwesten),

Zephyros (Westen), Skiron (Nordwesten) und Boreas (Norden).

 

15. Eugène Ysaÿe: Sonate op. 27 Nr. 2 für Solo Violine (IV: Die Furien)

 

PAUSE (15 Minuten)

 

16. Niccolò Paganini: Caprice Nr. 20

 

17. Amphion oder Die Magie der Lyra:

Novellenauszug aus Kapitel 3: Das Geschenk des Hermes

Buchlesung:

Amphion ist ein Sohn der Antiope und des Zeus (oder des Epopeus),

der Zwillingsbruder von Zethos und mit diesem der Herrscher über

Theben sowie der Gatte von Niobe. Amphion, der Hermes verehrte,

wurde von dem Gott wiedergeliebt und mit einer viersaitigen Leier beschenkt,

er ergänzte sie um weitere Saiten, erfand so die erste siebensaitige Lyra.

 

18. Johann Sebastian Bach: Partita Nr. 2, Sarabande in D-Moll,

BWV 1004

(1685 in Eisenach -1750 in Leipzig)

 

19. Amphion oder Die Magie der Lyra:

Buchlesung:

Novellenauszug aus Kapitel 3: Die Erbauung Thebens durch die Musik

Vor den Toren von Kadmeia fügten sich bei Amphions Lyraspiel

die Steine von selbst zusammen, Theben enstand und die Stadtmauer

verfügte über sieben Tore.

 

20. Johann Sebastian Bach: Sonate in G-Moll

BWV 1001